DKU-Förderung · Handwerksbetriebe · Schleswig-Holstein

DKU-Förderung für Handwerksbetriebe in Schleswig-Holstein

Im Handwerk entsteht der größte Effizienzverlust zwischen Baustelle und Büro: Stundenzettel, Materiallisten und Fotos wandern per Zuruf, Zettel oder WhatsApp ins Büro und werden dort ein zweites Mal erfasst. Ein Digitalisierungsvorhaben setzt genau an dieser Datenkette an.

Ein Handwerksbetrieb nutzt ein Tablet direkt in der Werkstatt
Werkstatt und Büro verbunden

DKU – kurz beantwortet

Was gilt für Handwerksbetriebe in Schleswig-Holstein?

Die DKU unterstützt grundsätzlich kleine Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz oder Betriebsstätte in Schleswig-Holstein. Die Förderquote beträgt höchstens 40 Prozent; die Bewilligungsstelle entscheidet im Einzelfall.

Wichtig: Vor einer Beauftragung oder einem anderen vorzeitigen Projektbeginn muss die Zulässigkeit geprüft werden.

Vorhaben im Termin besprechen

So kann sich die Finanzierung aufteilen

Orientierung bei Erreichen der Höchstquote

Beratung

max. 8.000 €

Umsetzung

max. 80.000 €

Keine Förderzusage: Die tatsächliche Quote legt die Bewilligungsstelle im Einzelfall fest.

Vergleich der DKU-Module Beratung und Umsetzung
ModulFörderfähige KostenHöchstquoteMax. ZuschussLaufzeit
Beratung2.500 €–20.000 €bis zu 40 %8.000 €bis 8 Monate
Umsetzung10.000 €–200.000 €bis zu 40 %80.000 €bis 18 Monate

Fachlich geprüft: Gitte Ahsbahs, Beratung Digitalisierung & Fördermittel · Stand 5. Juni 2026

Unabhängige Beratung. Keine Behörde und keine offizielle Website des Landes Schleswig-Holstein.

Kurz beantwortet

Handwerksbetriebe in Schleswig-Holstein können Digitalisierungsvorhaben wie mobile Zeiterfassung, digitale Baustellendokumentation oder ein durchgängiges Auftragsmanagement planen und prüfen lassen, ob diese im Rahmen der DKU-Förderung relevant sind. Maßgeblich sind Unternehmensgröße, Vorhaben und die zum Antragszeitpunkt geltende Richtlinie.

Förderfähige Digitalisierungsvorhaben für Handwerksbetriebe in Schleswig-Holstein

Digitale Baustellendokumentation

Fotos, Aufmaße und Abweichungen werden vor Ort erfasst und dem Auftrag zugeordnet.

Mobile Zeiterfassung

Arbeitszeiten und Tätigkeiten werden auf der Baustelle gebucht statt abends geschätzt.

Auftragsmanagement

Vom Angebot bis zur Schlussrechnung ein Vorgang mit Status und Historie.

Disposition

Kolonnen, Fahrzeuge und Termine werden zentral geplant statt per Whiteboard.

Fuhrpark

Termine, Wartung und Einsatzzeiten der Fahrzeuge digital nachhalten.

Dokumentenmanagement

Leistungsverzeichnisse, Nachweise und Abnahmeprotokolle revisionssicher ablegen.

Digitale Rechnungsprozesse

Rechnungen entstehen direkt aus erfassten Zeiten und Materialien.

CRM und ERP

Kunden-, Objekt- und Auftragsdaten in einem gemeinsamen Datenstamm.

KI-Assistenten

Angebotstexte, Leistungsverzeichnisse und Rückfragen vorbereiten lassen.

Einkauf und Lager

Materialbedarf aus dem Auftrag ableiten, Bestände sichtbar machen.

Projektmanagement

Gewerke, Termine und Abhängigkeiten in einem Plan statt in Einzellisten.

Typische Engpässe

  • Stundenzettel werden doppelt erfasst
  • Nachkalkulation je Auftrag fehlt
  • Material und Zeiten landen verspätet in der Rechnung
  • Wissen hängt an einzelnen Personen

Häufige Fehler bei der Förderung

  • Reine Geräte- oder Ersatzbeschaffung ohne Prozessveränderung
  • Beauftragung der Software vor dem zulässigen Projektbeginn
  • Zu großer Funktionsumfang ohne klaren ersten Anwendungsfall

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